Aktuell

Bereit für die Stiftungsratswahlen!

Der VPOD unterstützt neun neue KandiatInnen bei den BVK Stiftungsratswahlen

Die Amtszeit des bisherigen BVK-Stiftungsrats läuft ab. Vom 2. bis 31. Mai finden Stiftungsratswahlen statt. Die Versicherten wählen je nach Wahlkreis ein bis zwei StiftungsrätInnen. Insgesamt vertreten neun StiftungsrätInnen die aktiv Versicherten, neun StiftungsrätInnen stellen die Arbeitgeber.

Weil der Stiftungsrat die gesamte BVK führt, ist es entscheidend, wen Sie da hineinwählen. Der VPOD will gemeinsam mit anderen Personalverbänden dazu beitragen, dass die BVK-Versicherten von einem komplett erneuerten Stiftungsrat vertreten werden, welcher in Zukunft die Versicherten fair und offen informiert, ihre Interessen vehement vertritt und das Gesamtwohl der BVK immer im Blick hat.

Es haben zahlreiche Versicherte ihr Interesse bekundet, sich für die Wahlen zur Verfügung zu stellen. Wir hatten die Wahl zwischen hervorragenden KandidatInnen. Am 21. März läuft die Frist zur Einreichung von Wahlvorschlägen ab. Ende März dürfen wir unsere neun KandidatInnen vorstellen, die wir den Versicherten als starke Vertretung vorschlagen wollen. Wir freuen uns!


Weshalb sind die Stiftungsratswahlen wegweisend?

Jahrelang diente die Pensionskasse BVK dem Kanton als Selbstbedienungsladen, um seine Finanzen aufzupolieren. Dazu kamen kriminelle Machenschaften und Korruption. Aber auch nach der Verselbständigung kam die BVK nicht zur Ruhe. Als erstes führte der Entscheid des Stiftungsrates, BVK-Geschäftsführer Thomas Schönbächler eine Lohnerhöhung von 120’000 Franken pro Jahr zu gewähren (bei gleicher Funktion und gleichen Aufgaben) zu einer Protestwelle. Angesichts des öffentlichen Drucks von allen Seiten musste der Stiftungsrat nachgeben und die Lohnerhöhung wenigstens um die Hälfte zurücknehmen – wobei auch eine Lohnerhöhung von 60’000 Franken pro Jahr immer noch ein riesen Affront ist gegenüber allen kantonalen Angestellten und BVK-Versicherten, die seit Jahren mit Nullrunden abgespiesen werden. Aber das sollte nicht der einzige Skandal der verselbständigten BVK bleiben.

Am 9. Juli 2015 kommunizierte der Stiftungsrat der BVK über die Medien seinen Beschluss, per 1.1.2017 mit einem neuen Vorsorgereglement die Leistungen massiv zu verschlechtern und gleichzeitig die Beiträge zu erhöhen. Zudem wurde beschlossen, den heute geltenden Sanierungsmechanismus über Bord zu werfen, auf Klagen wegen der erlittenen Korruptionsschäden zu verzichten, Beiträge bereits ab Alter 21 zu erheben usw.

Der VPOD hat das ganze Massnahmenpaket analysiert und kommt zum Schluss, dass es einer eigentlichen Demontage gleichkommt (siehe unsere 24seitige Dokumentation Nein zur BVK-Demontage). Der VPOD rief Arbeitnehmende und Arbeitgeber dazu auf, ihren Protest bei der BVK zu deponieren. Seit Juli 2015 hagelt ein Regen von Protestschreiben auf die BVK nieder. Der Grundtenor ist klar: Es ist unhaltbar, was die BVK da beschlossen hat!

 

Die aktuellsten Kurzmeldungen zur BVK-Demontage in unserem Protestticker.