Leserbrief: „Schlieren kritisiert BVK“

Die NZZ verzerrt die Kritik des VPOD an den Beschlüssen des BVK-Stiftungsrats

Die Gewerkschaft VPOD sei nicht überzeugt, dass die kantonale Pensionskasse BVK wegen steigender Lebenserwartung und gegenwärtig gedrückten Anlageerträge ihr Vorsorgemodell anpassen müsse, schreibt die NZZ am 27.4.2016. Das ist eine verfälschte Darstellung der Haltung des VPOD. Sehr wohl befürwortet er Massnahmen, welche die zukünftigen Renten absichern.

Hingegen wirft der VPOD dem BVK-Stiftungsrat vor, dass er den bisherigen griffigen Sanierungsmechanismus ohne Not über Bord wirft und damit die BVK destabilisiert. „Für Arbeitgeber entstehen wegen der wegfallenden Sanierungsbeiträge auch nach der Erhöhung der Sparbeiträge insgesamt weniger Kosten“, hebt der BVK-Stiftungsrat selber hervor.

In erster Linie ist die BVK in Schieflage geraten wegen jahrelanger Misswirtschaft durch den Kanton und ihren korrupten Anlagechef. Zu diesem Schluss kam nicht allein der VPOD, sondern der gesamte Zürcher Kantonsrat aufgrund der Befunde seiner parlamentarischen Untersuchungskommission.

Deshalb ist es geradezu provokant, wenn der BVK-Stiftungsrat ausgerechnet die Arbeitgeber entlastet, Haftungsklagen gegen den Regierungsrat fallen lässt und die Versicherten mehr belastet und dabei ihre zukünftigen Renten um bis gegen 20 Prozent kürzt. Bei allen anderen Pensionskassen, die Korrekturen vornehmen, tragen die Arbeitgeber solidarisch zusätzliche Lasten. Es ist keine andere Pensionskasse bekannt, welche die Renten so dramatisch kürzt wie die BVK.

Christoph Lips, ehemaliger Regionalsekretär VPOD