Renten-Abbau mit Signalwirkung

9.2.2016: „Renten-Abbau mit Signalwirkung“ titelt die NZZ am Sonntag (7.2.2016, Seite 35) und schreibt: „Die Credit Suisse macht Tabula rasa.“ Erhält die BVK mit ihren Demontage-Beschlüssen also recht, wenn sie auf die CS verweist? Nein, denn wenn die CS „Tabula rasa“ beschlossen hat, dann wären im NZZ-Jargon die BVK-Beschlüsse „finis mundi“, das Ende der Welt…

Es tut schon fast weh, wenn wir die Pensionskasse der CS bemühen müssen, um zu zeigen, dass die behutsame Reduktion der Umwandlungssätze verteilt über einige Jahre ein gangbarer, sozialer Weg gewesen wäre: Die CS senkt die Umwandlungssätze in ganz kleinen Schritten ab 2017: der Umwandlungssatz für 65jährige = 5,935% (vorher 6,054%), bei der BVK 4,87% (vorher 6,2%). Das heisst: 100‘000 Franken Alterssparkapital geben bei der CS eine Rente von 5’935 Franken, bei der BVK nur noch 4’870 Fr., also 18% weniger!

Von den Bedingungen der CS-Pensionskasse ab 2017, die ihren technischen Zins wie die BVK auch auf 2% senkt, können BVK-Versicherte nur träumen: Bei der CS zahlen auch in Zukunft die Versicherten weniger in die Pensionskasse als BVK-Versicherte, hingegen zahlt die CS als Arbeitgeber deutlich mehr als bei der BVK – und hinten schaut eine Rente raus, die für CS-Mitarbeitende 16% höher ist als bei der BVK (Beispiel Jahrgang 1996). Darüber hinaus ist der Koordinationsabzug bei der CS sozialer abgestuft.

(aus: Die Antwort des VPOD zum Merkblatt der BVK)