Üble Schlammschlacht des „Tages-Anzeigers“ gegen den VPOD

Wenn es gegen den VPOD zu polemisieren gilt, ist der „Tages-Anzeiger“, im Speziellen sein Chefredaktor Arthur Rutishauser, gern an vorderster Front dabei – auf Kosten des Wahrheitsgehalts. So auch in der Ausgabe vom 19. Mai 2016 im Zusammenhang mit der BVK. Bereits in der Ausgabe vom 29. August 2012 versuchte Arthur Rutishauser den Ruf von VPOD-Mitglied Markus Bischoff zu beschädigen, der im Kantonsrat souverän die Parlamentarische Untersuchungskommission zur BVK-Korruptionsaffäre präsidierte, indem er wahrheitswidrig behauptete, der VPOD sei früher in Aufsichtsgremien der BVK gesessen.

Zu vermuten ist, dass sich der „Tages-Anzeiger“ in der Schlammschlacht des BVK-Stiftungsrats gegen den VPOD bereitwillig einspannen lässt.

Wenigstens nimmt der „Tages-Anzeiger“ in seiner Publikation zur Kenntnis, dass der VPOD aktiv die massiven Verschlechterungen bei der BVK bekämpft: „An vorderster Front kämpft die Gewerkschaft VPOD gegen die Verschlechterung der Vorsorgeleistung.“

Dies jedoch nur, um dann in seinen weiteren Ausführungen die Haltung des VPOD aufs Übelste zu entstellen.

Falsch ist: „Gewerkschaft wirbt für Kasse mit riskanter Strategie“ (=TA-Titel)

Richtig ist: Nie hat der VPOD eine bestimmte Pensionskasse als Alternative zur BVK beworben.

Falsch ist: „Sie hat Gemeindeverwaltungen, Spitäler und selbständige Anstalten zum Austritt aus der BVK aufgerufen.“

Richtig ist: Wir haben die der BVK angeschlossenen Arbeitgeber aufgerufen, Alternativen zur BVK zu prüfen. „Eine ernsthafte Prüfung eines Wechsels ist gegenüber den Versicherten und den Steuerzahlenden eine Verpflichtung.“ Zudem wiesen wir die Arbeitgeber darauf hin, dass bei einem allfälligen Pensionskassenwechsel die Mitarbeitenden „volles Mitentscheidungsrecht“ haben.

Falsch ist: „Dass die Gewerkschaft VPOD für eine so risikobereite Kasse (= Profond) Werbung macht, stösst auf breite Kritik.“

Richtig ist: Wir haben keinen Wechsel zur Profond empfohlen. Wir nahmen allein ein Schreiben der Profond zum Anlass, um gegenüber den Arbeitgebern die der BVK angeschlossen sind, festzustellen: „Wenn Profond ein solches Angebot machen kann, sollten das auch andere Pensionskassen können.“

Falsch ist: „‘Ich gehe davon aus, dass der VPOD hier auf Provision arbeitet‘“ – sprich Geld verdient, falls die Profond durch ihn Kunden gewinnt. (Zitiert wird dabei EVP-Kantonsrat Peter Reinhard.)

Richtig ist: Diese Unterstellung ist verleumderisch und rufschädigend. Selbstverständlich erhalten weder der VPOD, noch einzelne VPOD-Mitglieder von irgendeiner Pensionskasse irgendwelche Provisionen oder sonstige Zuwendungen.

Falsch ist: „Auch haben die VPOD-Vertreter immer begeistert dafür gestimmt, als der inzwischen verurteilte BVK-Chef Daniel Gloor das Geld der Staatsangestellten in risikoreiche Finanzabenteuer steckte.“

Richtig ist: Zu keiner Zeit hat der VPOD oder ein Vertreter bzw. eine Vertreterin des VPOD die Anlagepolitik der BVK in der Vergangenheit begrüsst, schon gar nicht „begeistert“.

Falsch ist: „Der Kanton Zürich hat zwei Milliarden eingeschossen, um die BVK zu retten.“

Richtig ist: Auf Kosten der BVK hat der Kanton in der Vergangenheit Haushaltpolitik betrieben. Viel eher rettete also die BVK den Kanton – und nicht umgekehrt. „Die Einmaleinlage (von zwei Milliarden Franken, Anm.) ist zudem gerechtfertigt, weil damit zumindest teilweise die Beträge zurückerstattet werden, die in den Jahren 1995 bis 2002 aus damals nachvollziehbaren Gründen der BVK entnommen wurden, um die Staatskasse zu entlasten. “ (alt-Regierungsrätin Dr. Ursula Gut, am 2.4.2012 vor dem Kantonsrat, siehe Protokoll vom 2.4.2012, 49. Sitzung, S. 3259.)

Nicht weniger fehlerhaft ist der Kommentar von Chefredaktor Arthur Ruthishauser. Er bezeichnet mich als „Mitglied der Alternativen Liste“. Diese Aussage ist falsch. Ich möchte festhalten, dass ich keiner Partei angehöre. Zudem erwähnt Herr Ruthishauser mein Twitter-Profilbild von Karl Marx. Wer meine Twitterseite besucht, stellt schnell den Witz dabei fest, wird Karl Marx doch in Gesellschaft der Marx-Brothers abgebildet…

Roland Brunner, Regionalsekretär VPOD